Vor Ort arbeiten ein Volvo Raupenbagger EC230 Electric, ein Kompaktbagger ECR18 Electric, ein kompakter Radlader L20 Electric sowie der Volvo Trucks FM Electric mit Hakenlift. Eingesetzt werden sie durch das Unternehmen Metzner Recycling, beraten und begleitet von Robert Aebi Nürnberg.
Ein Projekt mit Signalwirkung
Für die Stadt Nürnberg ist der Rückbau der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey mehr als ein Bauvorhaben. Er ist ein Referenzprojekt für die öffentliche Beschaffung und ein praktischer Beweis dafür, dass CO₂-freier Rückbau auch im kommunalen Alltag funktionieren kann.
„Mit dem CO₂-freien Rückbau der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey betreten wir als Stadt Nürnberg bewusst Neuland. Dieses Projekt steht exemplarisch für die Verantwortung, die Kommunen beim Klimaschutz übernehmen müssen. Wir zeigen, dass nachhaltiges Handeln nicht erst beim Neubau beginnt, sondern bereits beim Rückbau von Gebäuden“, sagt Bürgermeister Andreas Krieglstein.
SÖR, der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg, hatte die Ausschreibung nach einem Besuch einer ersten vollelektrischen Rückbaustelle in Erlangen auf den Weg gebracht. Das Projekt im Westpark wurde damit zu einem ersten konkreten Schritt hin zu neuen Standards im öffentlichen Ausschreibungswesen.
Die Umsetzung überzeugt im Baustellenalltag Was dieses Projekt besonders macht, ist nicht nur die Technik, sondern vor allem die Art der Umsetzung. Die Maschinen laufen nicht über eine aufwendige Sonderinfrastruktur, sondern über normalen Baustellenstrom. Genau das zeigt, wie alltagstauglich elektrische Lösungen im Rückbau bereits heute sein können.

„Für uns als ausführendes Unternehmen war entscheidend, das Projekt von Anfang an so zu planen, dass die Umsetzung im laufenden Baustellenalltag zuverlässig funktioniert. Der Rückbau zeigt, dass CO₂-freie Baustellen auch praktisch realisierbar sind, wenn Technik, Logistik und Energieversorgung zusammen gedacht werden“, sagt Michael Metzner, Geschäftsführer der Metzner Recycling GmbH.
Dadurch wird der Baustellenbetrieb leiser und emissionsärmer. Für die Anwohner im direkt angrenzenden Wohngebiet bedeutet das weniger Belastung durch Lärm, Feinstaub und Stickoxide. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass Klimaschutz und praktische Baustellenlogistik kein Widerspruch sein müssen.
Rückbau als Teil der Kreislaufwirtschaft
Der Rückbau der ehemaligen Gärtnerei Sauerbrey ist Teil der Erweiterung und Neugestaltung des Westparks. Das Areal wird entsiegelt und zu öffentlichem Grünraum umgewandelt. Auch bei der Materialtrennung folgt das Projekt einem nachhaltigen Ansatz: Baustoffe werden fachgerecht separiert und möglichst wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt. So wird der Rückbau selbst zu einem Beispiel für Urban Mining und ressourcenschonendes Bauen.
„Das Projekt zeigt, dass CO₂-freier Rückbau nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern auf der Baustelle selbst. Besonders wichtig ist dabei, dass wir die Fahrzeuge und Maschinen ganz normal über Baustellenstrom betreiben können. Das macht die Lösung praktikabel und übertragbar“, sagt Peter Bauer, Segment Leader bei Volvo CE.
Auch für die Stadt Nürnberg ist klar: Solche Baustellen sind mehr als ein Einzelprojekt. Sie zeigen, wie kommunale Bauvorhaben künftig leiser, sauberer und klimafreundlicher umgesetzt werden können.
Ein Meilenstein für öffentliche Ausschreibungen
Mit dem Projekt im Westpark setzt Nürnberg einen wichtigen Impuls für die Branche. Die Kombination aus öffentlicher Ausschreibung, elektrischer Baustellentechnik und Versorgung über normalen Baustellenstrom macht den Rückbau zu einem echten Referenzfall. Für Volvo CE ist das ein starkes Beispiel dafür, wie emissionsfreie Baumaschinen bereits heute einen messbaren Beitrag zu nachhaltigen Bauprojekten leisten können.
Link zur Stadt Nürnberg: Innovatives Pilotprojekt im Westpark: Nürnberg realisiert CO₂-freien Gebäudeabbruch – Servicebetrieb Öffentlicher Raum
Beitrag im BR: Frankenschau aktuell - Klimaneutrale Baustelle in Nürnberg - hier anschauen
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