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Knickgelenkte Dumper von Volvo: ein halbes Jahrhundert Erfolg

Volvo Construction Equipment ist nicht nur Marktführer bei knickgelenkten Dumpern – Volvo hat den Markt 1966 überhaupt erst erschaffen. Auch wenn sich die Erfolgsgeschichte ihrem 50-jährigem Jubiläum nähert, baut Volvo weiterhin Maschinen, die dorthin gehen, wo andere sich nicht hin trauen.

Knickgelenkte Dumper von Volvo

Das Knicklenker-Konzept feiert 2016 seinen 50. Geburtstag – fünf Jahrzehnte Erd-, Kies-, Gesteins- und Abraum-Transport über raues, schlammiges, rutschiges, abschüssiges oder sonstwie unwegsames Gelände. Und noch immer ist das Unternehmen Marktführer, das dieses Konzept 1966 auf den Markt brachte – Volvo Construction Equipment (Volvo CE). Auch 2016 setzt Volvo CE weiter auf Innovation mit der Einführung der neuen H-Serie – einschließlich des größten jemals gebauten Volvo-Knicklenkers: des A60H mit einer Ladekapazität von 60 Tonnen.

Die „Swinging Sixties“ erlebten die Geburt der knickgelenkten Dumper

1966 war das Jahr, in dem die sowjetische Mondsonde Luna 9 zum ersten Mal auf dem Mond landete, in China die Kulturrevolution ihren Anfang nahm, England Fußball-Weltmeister wurde und die Rolling Stones Übernachtungsverbot in 14 Hotels in New York erhielten. Angesichts derartiger Ereignisse ist es nicht verwunderlich, dass der Geburtsstunde des DR631, dem ersten knickgelenkten Dumper, nicht allzu große Bedeutung beigemessen wurde. Im Wesentlichen ist er eine Weiterentwicklung einer landwirtschaftlichen Zugmaschine (die Volvo zu der Zeit baute) mit einem Anhänger, die dauerhaft über eine Gelenkkupplung miteinander verbunden sind und bei der die Frontachse des Traktors entfernt wurde. Der erste Dumper mit dem Spitznamen „Gravel Charlie“ – zu Deutsch „Kies-Kalle“ – verfügte gerade einmal über eine Nutzlast von zehn Tonnen, gab aber den Startschuss für das, was noch folgen sollte. Überraschend war jedoch, dass seine Popularität nur langsam Fahrt aufnahm und sich die Absätze in den ersten Jahren auf den schwedischen Markt beschränkten.

Einer der Hauptgründe für die zunehmende Popularität der Volvo-Dumper bestand in der ständigen Weiterentwicklung des Konzepts. Nur ein Jahr nach dem Start führte das Unternehmen 1967 den DR860 ein, den ersten knickgelenkten Dumper mit einem Tandemachsträger zum Niveauausgleich, was bedeutet, dass das Material in der Lademulde auch bei sehr unwegsamem Gelände eben und stabil blieb (geringerer Materialverlust). Der erste Dumper mit einem Motor mit Turbolader, der DR860T, kam 1970 auf den Markt, und 1979 nahm die Entwicklung mit dem Start des 5350 wortwörtlich weiter an Fahrt auf, da dieser „Offroad-Express“ dank Vorderachsfederung und automatischem Getriebe Rekordgeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreichte. Für zusätzliche Traktion sorgte die Einführung eines Sechsradantriebs.

Willkommen beim A-Team

1986 kam der A20 heraus – mit einem 200-PS-Motor und 20 Tonnen Nutzlast. Schon kurze Zeit später wuchs das Programm mit dem 1987 vorgestellten A35, der über eine Tragfähigkeit von 35 Tonnen verfügte. Er war zudem mit einem in das Getriebe integrierten Retarder ausgestattet, der den Verschleiß der Betriebsbremsen reduzierte.

1993 erhielt das Produktprogramm mit der Einführung der C-Serie eine kräftige Überarbeitung. Von nun an wiesen die Volvo-Dumper emissionsarme Motor, ein vollautomatisches Getriebe und 100-Prozent-Differentialsperren auf. Der Dumper der 40-Tonnen-Klasse kam Mitte der 1990er Jahre unter der Bezeichnung A40 auf den Markt. Ein 400 PS-Motor sorgte für kraftvollen Antrieb und nasse ölgekühlte Scheibenbremsen für sichere Verzögerung.

Größer, stärker, robuster, zuverlässiger, einfacher (und kostengünstiger) zu betreiben, sicherer für die Umwelt und den Fahrer: die knickgelenkten Dumper der D-Klasse von Volvo CE kamen im Jahr 2000 auf den Markt und sind immer noch die mit Abstand meistverkauften Dumper. Mit Nutzlasten von 24 bis 37 Tonnen verfügten alle knickgelenkten Dumper der D-Serie von Volvo – A25D, A25D 4x4, A30D, A35D und A40D – über eine komfortable Fahrerkabine und kamen ohne tägliche Wartungsarbeiten aus. Zum ersten Mal warnte zudem die Diagnoseelektronik sowohl Fahrer als auch Werkstattpersonal frühzeitig vor Problemen, bevor diese zu Ausfällen geführt hätten, und erhöhte so die Verfügbarkeit weiter.

Darüber hinaus sorgten Entwicklungen wie die Automatic Traction Control (ATC) erneut dafür, dass Volvo CE auf dem Dumper-Markt seine Spitzenposition untermauern konnte. Mit ATC muss der Fahrer die Differentialsperren und Antriebskonfigurationen (6x4 oder 6x6) nicht mehr manuell bedienen, wenn sich die Fahrbedingungen ändern. Mehrere Sensoren überprüfen ständig die Geschwindigkeitsunterschiede innerhalb des Antriebsstrangs und wählen die besten Kombinationen nach den jeweiligen Umständen aus. Dies verringert zugleich den Reifenverschleiß, die Beanspruchung des Antriebsstrangs und den Kraftstoffverbrauch.

Vollfederung: eine weitere Branchenneuheit

Im Jahr 2007 entschied sich Volvo CE mit der Einführung der hydraulischen Aufhängung mit automatischem Niveauausgleich und Stabilitätskontrolle an allen Rädern erneut für einen revolutionären Ansatz. Diese Variante der „Vollfederung“ bot herausragende Offroad-Leistungen und ermöglichte es dem Dumper, mit höheren Geschwindigkeiten zu fahren und somit die Produktivität zu erhöhen. Auch bei voller Beladung verfügten die Dumper der E-Serie über die Fähigkeit, ohne zu Ruckeln über unebenen Grund förmlich zu „schweben“ und sorgten somit für mehr Fahrerkomfort und Sicherheit. Je länger die Strecke, desto größer der Nutzen dieser Technologie, die unebene Stellen effektiv „glattbügelte“, und so erheblich höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten zuließ – mit oder ohne Beladung. Dumper konnten nun mit 55 km/h über holprige Zufahrtswege fahren, und das bei minimalem Ruckeln oder Rütteln.

F-Serie: weniger Emissionen, intelligente Leistung

Im Jahr 2010 erblickte mit der F-Serie eine neue Generation Dumper das Licht der Welt, die nicht nur die anspruchsvollen Emissionsnormen der Tier 4i (USA) und Stufe IIIB (Europa) erfüllten, sondern auch eine Menge Verbesserungen bei Funktionalität, Design und Wartung aufwiesen.

So statte Volvo die F-Serie serienmäßig mit CareTrack aus, dem Telematiksystem von Volvo, das eine Fernüberwachung zahlreicher Maschinenfunktionen (z.B. Standort, Kraftstoffverbrauch, Wartungsanzeigen etc.) ermöglicht und dadurch den Kunden unterstützt.

Nochmals einen großen Schritt nach vorne machten die knickgelenkten Dumper von Volvo Construction Equipment im Jahr 2014 mit der G-Serie. Diese hielt nicht nur die strengen Emissionsvorschriften von Stufe IV ein, sondern verfügte auch über neue Merkmale zur Erhöhung von Komfort und Produktivität. So führte Volvo die bei den Modellen A35 und A40 bewährten ölgekühlten Nass-Lamellenbremsen auch bei A25G und A30G ein, reduzierte so die Wartungskosten und die erhöhte Betriebszeit, selbst bei Einsätzen auf schlammigem oder staubigem Untergrund.

Zudem erhielten die größeren Modelle das preisgekrönte Onboard-Wiegesystem, das eine genaue Überwachung der Maschinenproduktivität ermöglicht, bei der Optimierung der Auslastung hilft sowie Verschleiß, Reifenschäden und den Kraftstoffverbrauch reduziert. Das System überwacht das Gewicht und übermittelt diese Informationen an die Ladungssoftware, die in der Maschinenelektronik integriert ist. Leuchtanzeigen signalisieren dem Dumper-Fahrer sowie dem Fahrer des ladenden Fahrzeugs, ob der Dumper teil- oder voll-beladen oder sogar überladen ist.

50 Jahre jung: die H-Serie

Die 2016 vorgestellte H-Serie ist das Ergebnis aus 50 Jahren bewährter Volvo-Konstruktion und Innovation. Als Antwort auf die wachsende Nachfrage der Kunden nach knickgelenkten Dumpern mit höherer Nutzlast bringt Volvo den A60H mit einer Kapazität von 60 ton (55 metrische Tonnen), den größten knickgelenkten Dumper aller Hersteller, auf den Markt.

Die höhere Nutzlast des Volvo A60H – gleichbedeutend mit einer 40-prozentigen Steigerung gegenüber dem zuvor größten Dumper A40 – senkt die Kosten pro Tonne für Dumper-Kunden beträchtlich. Die neue Größe ist auf weichen, unebenen und steilen Straßen eine ernstzunehmende Alternative zu Starrrahmen-Muldenkipper und Bau-Lkw, lässt sich doch damit ähnliche Menge Material in kürzerer Zeit transportieren. Zudem gewährleistet die H-Serie gute Stabilität, Komfort und hohes Fahrtempo dank speziell an die Maschine angepasstem Antrieb, automatischer Antriebskombinationen (einschließlich 100-Prozent-Differentialsperre), dem geländegängigen Fahrgestell, der hydromechanischen Lenkung und der aktiven Federung.

Volvo bleibt auch weiterhin der weltweit führende Hersteller von knickgelenkten Dumpern. Das Unternehmen hat das Konzept 1966 erfunden und diese Maschinen seitdem stetig weiterentwickelt und gefertigt. Seit dem Original „Kies-Kalle“ mit zehn Tonnen Nutzlast hat sich viel getan, doch vor dem Hintergrund des jahrzehntelangen Erfolgs setzt die H-Serie die Tradition von innovativer Technologie, Zuverlässigkeit, Komfort, Qualität und weiter reduzierter Gesamtbetriebskosten weiter fort.

Die knickgelenkten Dumper der H-Serie von Volvo CE – mit 50 Jahren, da fängt das Leben an!

April 2016

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Sandra Jansen 
Marketing & Communications Manager 
Volvo Construction Equipment Germany GmbH 
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