Titelverteidigung: Deutscher Bernard Vogt ist erneut bester Baumaschinenfahrer Europas

Erstellt am 08.10.2026
Bearbeitet am 08.10.2026
Angesichts eines zunehmenden Mangels an qualifizierten Fahrern in der Bauindustrie zeigte das Finale des Volvo-Fahrerclubs die Expertise des modernen Baugewerbes. Bernard Vogt aus Deutschland verteidigte dabei erfolgreich seinen Titel und wurde 2026 zum zweiten Mal in Folge Meister.

Das Finale des Volvo-Fahrerclubs fand vom 2. bis 3. Oktober im Volvo CE Customer Center in Eskilstuna, Schweden, statt. Der Wettbewerb würdigt die Menschen in den Baumaschinenkabinen und bringt Bediener aus ganz Europa und weiteren internationalen Märkten zusammen, um in einer Reihe anspruchsvoller Maschinen-Herausforderungen gegeneinander anzutreten.

An zwei Tagen traten 22 Fahrer in diversen Wettbewerben, einem Halbfinale und einem Finale gegeneinander an und stellten ihre Genauigkeit, Effizienz, Maschinenhandhabung und Sicherheitskompetenz unter Beweis. Die Teilnehmer waren zwischen 23 und 55 Jahre alt, wobei die deutliche Mehrheit unter 35 Jahre alt war – ein Beleg sowohl für die langjährige Erfahrung als auch für den Nachwuchs an aufstrebenden Talenten in der Branche. 

Bernard Vogt verteidigt seinen Titel als Deutschlands amtierender Meister

Bernard Vogt aus Deutschland sicherte sich den Titel nach durchgängig starken Leistungen im gesamten Wettbewerb. Nachdem er bereits die Halbfinal-Rangliste angeführt hatte, gewann er auch die Gesamtwertung und erreichte das Ziel 26 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Sebastian Enevoldsen aus Dänemark. Den dritten Platz belegte der Österreicher Konrad Herndler.

Mit nur 23 Jahren war Vogt der jüngste Fahrer im diesjährigen Finale. Nach bereits sieben Jahren in der Branche macht ihn dieser Sieg zum zweiten Mal in Folge zum Meister: Er verteidigt damit erfolgreich den Titel, den er erstmals beim Finale des Volvo-Fahrerclubs 2025 gewonnen hatte.

Mit seinem erneuten Sieg sorgt er außerdem für eine beeindruckende deutsche Siegesserie: Nach den beiden Erfolgen von Robin Müller 2023 und 2024 geht der Titel nun bereits zum vierten Mal in Folge nach Deutschland.

Vogts Vater, ebenfalls Mitglied des Volvo-Fahrerclubs und Gewinner von 2012, war vor Ort in Eskilstuna, um seinen Sohn beim Wettbewerb zu unterstützen und den Sieg mit ihm zu feiern. Zu den Projekten, auf die Vogt besonders stolz ist, zählt seine Arbeit an der Renaturierung der Ems, einem bedeutenden Wasserwegsanierungsprojekt in Deutschland.

„Wieder zu gewinnen fühlt sich unglaublich an, und es bedeutet mir sogar noch mehr als der erste Titel. Mein Vater hat mich schon früh mit Baumaschinen und dem Volvo-Fahrerclub bekannt gemacht, und als Familie sind wir seitdem ein fester Bestandteil dieser Gemeinschaft. Ich lebe wirklich meinen Kindheitstraum. Am Beruf des Baumaschinenfahrers schätze ich besonders, dass kein Tag dem anderen gleicht: Es gibt immer eine neue Herausforderung und die Chance, an Projekten mitzuwirken, die wirklich etwas bewegen. Ich bin stolz, den Titel nun im zweiten Jahr in Folge mit nach Deutschland zu bringen." kommentiert Bernard Vogt.

Hanna Jaschke, Leiterin des Volvo-Fahrerclubs bei Volvo CE, kommentierte den Wettbewerb: „Beim Finale des Volvo-Fahrerclubs geht es darum, die Expertise, Präzision und Professionalität anzuerkennen, die Baumaschinenfahrer täglich in den Bau einbringen. Der diesjährige Wettbewerb legte noch mehr Wert auf Sicherheit und spiegelt unsere Überzeugung wider, dass die besten Bediener Genauigkeit und Effizienz mit sicheren Arbeitspraktiken verbinden. Herzlichen Glückwunsch an Bernard und alle Finalisten zu ihrem außergewöhnlichen Können."

Da Infrastrukturprojekte zunehmend komplexer werden und Baumaschinen immer fortschrittlichere Technologien integrieren, ist die Rolle des Bedieners wichtiger denn je. Das Finale des Volvo-Fahrerclubs bietet eine Plattform, um diese Expertise zu feiern und gleichzeitig das Ansehen eines Berufs zu stärken, der für sicherere, produktivere und nachhaltigere Bautätigkeiten unerlässlich ist.

Eine Präsentation von Können, Präzision und Professionalität

Alle 22 Teilnehmer kamen nach Eskilstuna, nachdem sie sich zuvor in nationalen Wettbewerben qualifiziert hatten – doch das Finale stellte eine noch größere Herausforderung dar. Der Wettbewerb, der Präzision, Kontrolle und Kontininität bewerten sollte, forderte die Bediener durch eine Reihe von Disziplinen heraus.

Etwa drei Viertel der diesjährigen Finalisten traten erstmals im Finale an. Neben diesen Neuzugängen traten auch erfahrene Teilnehmer an: der Schweizer Marcel Hirter, der nach 39 Jahren in der Branche sein zehntes Finale bestritt; der Däne Bendt Risom, der zum achten Mal ins Finale einzog; sowie der Italiener Ermes Gemo, zweifacher Meister aus den Jahren 2014 und 2016.

Jeder Bediener absolvierte drei Qualifikationsdisziplinen: einen Hauler-Parkour namens „The Smooth Haul", eine Radlader-Herausforderung namens „Pole Position" und einen Baggertest namens „Grade Master", bevor das Feld auf zehn Halbfinalisten eingegrenzt wurde. Von dort zogen fünf Bediener ins Finale ein.

Die entscheidenden Phasen forderten von den Bedienern, Präzision unter Druck zu demonstrieren – vom Fangen und Übergeben von Boule-Kugeln mit einem Baggerlöffel im Halbfinale bis hin zum Wechseln von Anbaugeräten, dem Beladen von Paletten und dem Zerdrücken von Eiern mit höchster Genauigkeit im Finale. Jede Disziplin war zeitlich begrenzt; erstmals führten die Finals zudem formelle Strafen für Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften ein – ein Zeichen dafür, dass Erfolg nicht nur von Geschwindigkeit und Genauigkeit, sondern auch von sicherem Arbeiten abhängt.

Für den Schweden Erik Andersson, einen Erstfinalisten, hatte die Teilnahme in Eskilstuna eine besondere Bedeutung: Aufgewachsen mit den Volvo Days und der Demo Show im Customer Center in seiner Heimatstadt, fand er sich nun an eben jenem Ort wieder, der einst sein Interesse an Baumaschinen geweckt hatte.

Die Geschichten der Finalisten verdeutlichen zudem, warum der Beruf des Baumaschinenbedieners nach wie vor eine so lohnende Karriere bleibt – sei es durch die Vielfalt der Arbeit, die Zufriedenheit, Infrastruktur zu bauen, die Gemeinschaften über Jahrzehnte dient, oder einfach durch eine lebenslange Faszination für Maschinen.

Das Baugewerbe steht vor der gut dokumentierten Herausforderung, die nächste Generation qualifizierter Bediener anzuziehen und auszubilden. Durch die Präsentation von Technologie, Fachwissen und Karrieremöglichkeiten des Berufs helfen Wettbewerbe wie das Finale des Volvo-Fahrerclubs, zukünftige Talente zu inspirieren, eine Karriere hinter der Steuerung in Betracht zu ziehen. 

Für weitere Informationen

Sandra Jansen

Manager für Medienarbeit und Kommunikation
Volvo Construction Equipment 
Region Europa – Region International
E-Mail: sandra.jansen@volvo.com

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